Tests: FIV positiv / FeLV negativ (Kiera), FIV/FeLV negativ (Florence)
Impfungen: vollständig geimpft
Kastriert: ja
Kiera und Florence (auch Flo oder Florrie genannt) wurden an einer Futterstelle in einem Olivenhain in Elounda ausgesetzt. Zunächst wurden sie gesichert und kastriert, blieben jedoch an der Fundstelle, wo sie weiterhin gefüttert wurden. Mittlerweile sind sie aber auf eine Pflegestelle umgezogen. Da sie sich gut verstehen und sehr ähnlich sehen, gehen wir davon aus, dass sie Schwestern sind. Auf der Pflegestelle haben sie sich noch weiter verbündet, weswegen die beiden jetzt gemeinsam auf die Suche nach ihrem neuen Zuhause gehen.
Flo hatte anfangs quasi eine Dauerkarte beim Tierarzt: Sie wurde ausgiebig untersucht, weil sie beim Gehen etwas wackelte und schwer atmete. Dazu war sie wegen Hautirritationen in Behandlung. Später wurde sie zu allem Überfluss von einem Auto angefahren, wobei sie sich tiefe Wunden zuzog, die auch wieder behandelt werden mussten, um eine Infektion zu verhindern. Von allem hat sie sich sehr gut erholt und durfte dann auch auf der Pflegestelle bleiben. Bei ihr wurde mildes Asthma diagnostiziert, aber momentan braucht sie dafür keine Behandlung. Man muss es in Zukunft aber weiter im Auge behalten.
Charakterlich sind beide super lieb und mögen Menschen und andere Katzen sehr. Kiera ist verspielt und schmust gerne mit ihren Menschen, wenn sie Vertrauen gefasst hat. Auch Flo fühlt sich am Wohlsten, wenn sie sich mit ihren Menschen einkuscheln darf. Trotz der Strapazen, die sie hinter sich hat, zeigt sie unglaubliche Stärke und großes Vertrauen zu Menschen.
Beide brauchen nicht unbedingt Freigang, sie kennen Autos zum Beispiel nicht allzu gut und gerade Flo zeigt auf der Pflegestelle deutlich, dass sie das Leben in vier Wänden und in Sicherheit bevorzugt. Einen gesicherten Balkon zum Sonnen wünschen sie sich aber, und es muss ausreichend Platz zum Toben gegeben sein. In einer sehr ruhigen Wohngegend wäre Freigang unter Umständen möglich.
Kiera wurde positiv auf FIV (Felines Immundefizienz-Virus) getestet – eine Diagnose, die oft beunruhigend klingt, aber in Wirklichkeit viel harmloser ist, als viele denken. FIV-positive Katzen können ein ganz normales, langes und glückliches Leben führen. Mit guter Ernährung, regelmäßigen tierärztlichen Kontrollen und einem stressfreien Zuhause erreichen sie häufig dasselbe Alter wie FIV-negative Katzen.
FIV ist nicht auf Menschen oder andere Tierarten übertragbar und wird ausschließlich durch tiefe Bissverletzungen zwischen Katzen übertragen – bei friedlichen Wohnungskatzen also so gut wie ausgeschlossen. Und weil Kiera trotz dieses Befunds eine faire Chance auf ein liebevolles Zuhause verdient, hat ihre Pflegestelle zugesagt, 50 % aller zukünftigen Tierarztkosten zu übernehmen, die im Zusammenhang mit FIV stehen. So soll sich niemand aus Sorge vor möglichen Kosten gegen dieses besondere Katzenmädchen entscheiden müssen.
Wer nach zwei sanften, lieben Begleiterinnen sucht, für den könnten Flo und Kiera genau das richtige Katzenpaar sein.



